Ratgeber / Fotos & Website
Firmenfotos mit dem Handy
Acht Motive und ein einfacher Aufnahmeplan für Bilder, die Ihren Betrieb verständlich zeigen.

Für viele Unternehmenswebsites fehlen keine spektakulären Bilder. Es fehlen Bilder, auf denen man erkennt, wer dort arbeitet, was angeboten wird und wie ein Ergebnis aussieht. Ein Smartphone kann dafür ein guter Anfang sein, wenn Sie die Motive bewusst auswählen.
Acht Motive, die typische Kundenfragen beantworten
Schreiben Sie vor dem Fotografieren auf, welche Fragen Ihre Website beantworten soll. So entsteht eine kleine Bildliste mit einer klaren Aufgabe für jedes Foto.
- Der Betrieb von außen. Eingang, Hausnummer und ein wiedererkennbares Detail helfen bei der Orientierung. Fotografieren Sie möglichst ohne parkendes Fahrzeug direkt vor dem Eingang.
- Die Ansprechperson. Zeigen Sie die Person, die auf Anfragen antwortet. Ein ruhiger Hintergrund und ein freundlicher Blick reichen oft aus.
- Der Arbeitsort. Ein übersichtlicher Blick in Werkstatt, Praxis oder Laden macht die Umgebung greifbar.
- Eine echte Tätigkeit. Hände bei einem nachvollziehbaren Arbeitsschritt zeigen mehr als ein beliebiges Werkzeug auf dem Tisch.
- Ein fertiges Ergebnis. Fotografieren Sie das, wofür Kunden bezahlen. Zum Beispiel das gereinigte Pflaster, die fertige Frisur oder den montierten Schrank.
- Ein wichtiges Detail. Eine saubere Kante, eine Materialoberfläche oder ein sorgfältig verpacktes Produkt kann Qualität konkret sichtbar machen.
- Die Beratung. Eine nachvollziehbare Gesprächssituation erklärt den Ablauf. Arbeiten Sie mit Personen, die dem Foto und seiner vorgesehenen Veröffentlichung zustimmen.
- Der nächste Schritt. Ein Empfang, ein Beratungsplatz oder ein vorbereiteter Besichtigungstermin zeigt, was Interessenten nach der Anfrage erwartet.
Sie benötigen nicht alle Motive auf jeder Seite. Eine kurze Leistungsseite kann mit einem passenden Ergebnisbild und einem ergänzenden Detail bereits viel verständlicher werden.
Fünf Minuten Vorbereitung helfen mehr als ein Filter
Reinigen Sie zuerst die Handylinse. Räumen Sie störende Einzelteile aus dem Bild und prüfen Sie den Hintergrund. Ein Kabel direkt hinter einem Kopf oder ein halb sichtbarer Abfalleimer fällt auf dem kleinen Display leicht durch.
Gehen Sie für Porträts und Produkte in die Nähe eines Fensters. Seitliches, weiches Tageslicht ist ein guter Ausgangspunkt. Schalten Sie störende Leuchten aus, wenn dadurch starke Farbstiche entstehen. Vermeiden Sie für den ersten Versuch direktes Gegenlicht und den Handyblitz.
Stellen Sie sich auf einen sicheren, normalen Standpunkt. Fotografieren Sie eine laufende Maschine oder eine anspruchsvolle Tätigkeit nur, wenn der Arbeitsablauf dabei sicher bleibt. Eine ruhende Vorbereitung kann den Prozess ebenso verständlich zeigen.
So nehmen Sie jedes Motiv auf
- Hauptkamera wählen. Beginnen Sie mit der normalen Kamera bei 1×. Gehen Sie bei Bedarf einen Schritt näher, statt stark digital zu vergrößern.
- Die wichtige Stelle antippen. Legen Sie den Fokus auf Gesicht, Produkt oder Arbeitsergebnis. Prüfen Sie, ob helle Flächen noch Zeichnung zeigen.
- Gerade ausrichten. Nutzen Sie das Kameraraster. Fensterkanten und Türrahmen sind gute Anhaltspunkte.
- Mehrere Varianten machen. Nehmen Sie eine Übersicht, eine nähere Ansicht und ein Detail auf.
- Platz für Zuschnitte lassen. Lassen Sie um Köpfe und wichtige Gegenstände etwas Luft. Eine Website zeigt dasselbe Foto auf Handy und Desktop oft in unterschiedlichen Ausschnitten.
Fotografieren Sie wichtige Motive sowohl quer als auch hochkant. Die beste Variante für ein breites Titelbild muss nicht die beste für einen schmalen Bildausschnitt sein. Prüfen Sie die fertige Seite anschließend auf dem Smartphone.
Ein kleiner Aufnahmeplan für den nächsten ruhigen Vormittag
Vorbereitung
Bildliste schreiben, Arbeitsplatz ordnen, Zustimmung der beteiligten Personen klären.
Runde eins
Eingang, Arbeitsort und Ansprechperson aufnehmen.
Runde zwei
Einen Arbeitsablauf, das fertige Ergebnis und zwei Details fotografieren.
Auswahl
Pro Bildaufgabe die klarste Aufnahme auswählen und auf einem größeren Bildschirm prüfen.
Planen Sie diesen Termin bewusst außerhalb des größten Betriebs. Sie brauchen keine volle Galerie. Eine kleine Auswahl zusammenpassender Fotos ist leichter einzusetzen als dreißig nahezu identische Aufnahmen.
Welche Bilder kommen auf die Website?
Prüfen Sie jedes Bild mit fünf Fragen. Ist das Hauptmotiv sofort erkennbar? Ist die relevante Stelle scharf? Erzählt das Foto etwas über meinen Betrieb? Funktioniert ein engerer Zuschnitt? Sind Personen, Unterlagen und Kundendaten passend berücksichtigt?
Sortieren Sie unscharfe Varianten und Bilder mit eingeblendeten Kundennamen aus. Entfernen Sie bei der Bearbeitung zunächst nur offensichtliche Probleme wie einen schiefen Horizont oder einen zu dunklen Ausschnitt. Starke Farbfilter können Materialfarben und Hauttöne verfälschen.
Speichern Sie die Originale separat. Für die Website erstellen Sie kleinere Ausgabedateien in den tatsächlich benötigten Größen. Moderne Bildformate und eine passende Kompression können die Dateigröße senken. Prüfen Sie dabei immer das sichtbare Ergebnis. Google empfiehlt ebenfalls, Bildqualität und Ladegeschwindigkeit gemeinsam zu berücksichtigen. Googles Hinweise zu Bildern.
Bilder sinnvoll einbauen
Platzieren Sie Fotos bei dem Text, den sie erklären. Ein Montagebild gehört zur Montageleistung, ein Teamfoto eher zur Vorstellung der Ansprechpartner. Beschreiben Sie bei informativen Bildern im Alternativtext knapp das Relevante, etwa „Montierter Eichenschrank mit bündig eingelassenen Griffen“. Rein dekorative Bilder können einen leeren Alternativtext erhalten. Entscheidend ist die Funktion des Bildes auf der Seite. W3C-Anleitung zu Alternativtexten.
Wenn die Veränderung selbst das Ergebnis ist, fotografieren Sie vorher und nachher möglichst vom gleichen Standpunkt. Mit unserem Vorher-Nachher-Generator können Sie daraus einen beschrifteten Vergleich erstellen. Weitere Hinweise zum technischen Einbau finden Sie im Ratgeber zu Ladezeiten.
Sie haben Fotos, aber noch keinen passenden Auftritt?
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